Polnische Fälle: Der Nominativ (mianownik) 3.71/5 (24)

Polnische Fälle: Der Nominativ

Polnische Fälle: Der Nominativ

Lerne alles Wissenswerte über den Nominativ in der Polnischen Sprache und dessen Verwendung anhand vieler praktischer Beispiele!

Diese Seite ist Teil des Kapitels “Fälle (Kasus) in der Polnischen Sprache“.

Einleitung

Der Nominativ, polnisch mianownik ist der erste der sieben polnischen Fälle. Er bezeichnet Personen, Gegenstände und Sachverhalte und antwortet auf die Fragen

  • kto? – wer?
  • co? – was?

Die wichtigste Funktion des Nominativs ist die des Subjekts.

Beispielsätze:

  1. Kto pomaga dziecku? Mama pomaga dziecku.
    (Wer hilft dem Kind? Die Mutter hilft dem Kind.)
  2. Co jest interesujące? Ta nowa książka jest bardzo interesująca.
    (Was ist interessant? Dieses neue Buch ist sehr interessant.)

Fragewörter des Nominativ: kto? (wer?) und co? (was?)

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Substantive im Nominativ

Singular

Da es im Polnischen keine bestimmten Artikel gibt, erfüllen die Substantivendungen eine wichtige Rolle bei der Unterscheidung der grammatischen Geschlechter (Genera). Generell gilt für alle Substantive im Nominativ Singular die Grundregel:

Substantive mit konsonantischem Auslaut sind männlich, die mit dem vokalischen Auslaut –a oder –i weiblich und jene mit der Endung –o, –e oder –um sächlich.

Da es aber in der polnischen Grammatik viele Ausnahmen von der Regel gibt, wurde das Thema ausführlich unter grammatikalische Geschlechter in der polnischen Sprache behandelt.

Plural

Viele polnische Nomen enden im Plural auf –y, -i oder –e. Da es aber, besonders im Maskulinum, sehr viele Ausnahmen und lautliche Veränderungen gibt, kann dies nicht als Regel gelten und die Pluralformen der Substantive müssen oft auswendig gelernt werden.

Im Folgenden bekommt ihr einen Überblick über einige mögliche Formen und ihre Bildung:

Maskulinum (rodzaj męski)

Plural-EndungBeispielAnwendung
-(i)e
  1. lekarz – lekarze
    (der Arzt – die Ärzte)
  2. nauczyciel – nauczyciele
    (der Lehrer – die Lehrer)
  3. gołąb – gołębie*
    (die Taube – die Tauben)
  4. klucz – klucze
    (der Schlüssel – die Schlüssel)
Maskulina, die im Stamm auf weiche Konsonanten (-ć, -dź, -ś, -ń, -ź) sowie auf -c, -dz, -cz, -dż, -sz, -ż, -rz, -l, -j enden.
-i
  1. student – studenci
    (der Student – die Studenten)
  2. śmieć – śmieci
    (der Müll)
  3. sąsiad – sąsiedzi*
    (der Nachbar – die Nachbarn)
  4. ogórek – ogórki
    (die Gurke – die Gurken)
Maskulina mit Stammendung -ł, -m, -r, -b, -d, -w, -z, -ch, -s, -p, -t und viele andere. Dabei erfolgt eine Erweichung der Konsonanten: z -> ź, d -> dz, t -> c und ch -> s.
-y
  1. dom – domy
    (das Haus – die Häuser)
  2. kierownik – kierownicy
    (der Leiter – die Leiter)
  3. dyrektor – dyrektorzy
    (der Direktor – die Direktoren)
  4. stół – stoły
    (der Tisch – die Tische)
  5. Niemiec – Niemcy
    (der Deutsche – die Deutschen)
Viele Maskulina, die im Stamm auf –k, -g, -or, -ec, -er auslauten, aber nicht nur diese. Dabei werden k zu c, g zu dz und r zu rz.
-anie
  1. Amerykanin – Amerykanie
    (der Amerikaner – die Amerikaner)
  2. Rosjanin – Rosjanie
    (der Russe – die Russen)
Maskulina, die im Singular auf -anin enden.
-owie
  1. syn – synowie
    (der Sohn – die Söhne)
  2. ojciec – ojcowie
    (der Vater – die Väter)
  3. pan – panowie
    (der Herr – die Herren)
Maskulina, die Personen, Verwandtschaftsgrade, Titel und seltener die Nationalität bezeichnen.
Besonderheiten
  1. brat – bracia
    (der Bruder – die Brüder)
  2. człowiek – ludzie
    (der Mensch – die Menschen/Leute)
  3. ksiądz – księża
    (der Priester – die Priester)

Femininum (rodzaj żeński)

Alle Feminina haben im Plural die Endung –y oder -i(e).

Beispiele:

  1. pani – panie
    (die Frau – die Frauen)
  2. córka – córki
    (die Tochter – die Töchter)
  3. mama – mamy
    (die Mutter – die Mütter)
  4. szafa – szafy
    (der Schrank – die Schränke)
  5. książka – książki
    (das Buch – die Bücher)
  6. lodówka – lodówki
    (der Kühlschrank – die Kühlschränke)
  7. kawa – kawy
    (der Kaffee)
  8. znajoma – znajome
    (die Bekannte – die Bekannten)

Ausnahmen (Feminina mit konsonantischem Auslaut):

  1. noc – noce
    (die Nacht – die Nächte)
  2. wieś – wsie*
    (das Dorf – die Dörfer)
  3. myśl – myśli
    (der Gedanke – die Gedanken)

Neutrum (rodzaj nijaki)

Die polnischen Neutra, die mit einem –o, –e oder -um auslauten, haben im Plural die Endung –a.

Beispiele:

  1. okno – okna
    (das Fenster – die Fenster)
  2. piwo – piwa
    (das Bier – die Biere)
  3. auto – auta
    (das Auto – die Autos)
  4. jabłko – jabłka
    (der Apfel – die Äpfel)
  5. morze – morza
    (der See / das Meer – die Seen / die Meere)
  6. danie – dania
    (die Speise – die Speisen)
  7. muzeum – muzea
    (das Museum – die Museen)
  8. akwarium – akwaria
    (das Aquarium – die Aquarien)

Die wenigen Neutra, die mit –ę auslauten, bekommen die Endung -ta oder –ona.

Beispiele:

  1. zwierzę – zwierzięta
    (das Tier – die Tiere)
  2. niemowlę – niemowlęta
    (der Säugling – die Säuglinge)
  3. imię – imiona
    (der Name – die Namen)
  4. znamię – znamiona
    (das Muttermal – die Muttermale)

Ausnahme:

  1. dziecko – dzieci
    (das Kind – die Kinder)

Adjektive im Nominativ

So wie im Deutschen, werden die Adjektive auch im Polnischen entsprechend dekliniert. Somit nehmen sie verschiedene Endungen an.

Im Maskulinum enden die Adjektive im Nominativ auf –y bzw. -i, im Femininum auf –a und im Neutrum auf –e. Im Plural bekommen sie die Endung –e bzw. –y/-i.

Bis auf das Maskulinum und die Mehrzahl sind also die Adjektivendungen oft analog zu den Nomen.

Schaut euch einige Beispiele zur Veranschaulichung an:

Adjektiv-Endungen im Nominativ

Maskulin
  1. dobry kolega
    (guter Kollege)
  2. wysoki dom
    (hohes Haus)
  3. drogi samochód
    (teurer Wagen)
Feminin
  1. szeroka ulica
    (breite Straße)
  2. młoda kobieta
    (junge Frau)
  3. mała dziewczynka
    (kleines Mädchen)
Neutrum
  1. małe dziecko
    (kleines Kind)
  2. duże okno
    (großes Fenster)
  3. trudne zadanie
    (schwierige Aufgabe)
Plural
  1. dobrzy synowie / dobre córki
    (gute Söhne / gute Töchter)
  2. ładni chłopcy / ładne dzieci
    (schöne Jungen / schöne Kinder)
  3. starzy ludzie / stare domy
    (alte Menschen / alte Häuser)

Im Plural sind zwei Adjektivendungen möglich, was auf das Personalmaskulinum (Auslaut –y) und das sog. gemischte Maskulinum (Auslaut –e) zurückzuführen ist. Im Maskulinum steht nach den Konsonanten –g und –k anstelle von –y ein –i.

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6 Responses to Polnische Fälle: Der Nominativ (mianownik)

  1. Frank sagt:

    Hallo,
    ich finde Eure Website super ergänzend für meinen Sprachkurs. Ich befinde mich gerade im Level – Polnisch Grundkurs A 2 – und stehe kurz vor der 2. Prüfung.
    Ich habe schon mehrere Fremdsprachen gelernt, aber die polnische Grammatik fällt richtig mir schwer. Deshalb finde eure Internetseite sehr hilfreich.

  2. Justin sagt:

    Guten Tag ,
    Ich finde diese Seite sehr gut ich wollte freiwillig polnisch lernen und bin auf guten Wege ich foffe ich habe es bald ich versteh nur nich so ganz das mit maskulin und so weiter ich lern es aber bestimmt noch ich danke

  3. tomek sagt:

    Da hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen, denn es müsste
    “dyrektor – dyrektorzy”, heissen und nicht “dyrektotzy”.
    Ansonsten ein toller Artikel! Ich bin ein großer Fan euer Webseite!

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